Gelnägel
Zur Naturnagelverstärkung oder -verlängerung wird in den Nagelstudios mit verschiedenen Techniken gearbeitet. Hierzu zählen die Arcryl-, die Fiberglas-, die Airbrush- und die Geltechnik. Letztere kommt sehr häufig zum Einsatz. Gelnägel lassen sich relativ leicht verarbeiten und sind, im Gegensatz zu den Arcylnägeln, geruchlos.
Es gibt sowohl lichthärtende als auch nicht lichthärtende Gels. Im ersten Fall erfolgt die Härtung mit Hilfe einer Bestrahlung. Dabei kommt UV-Licht zum Einsatz. Nicht lichthärtende Gels werden im Gegensatz dazu durch das Besprühen und Bepinseln mit einem Gel-Aktivator gehärtet. Gelnägel können sowohl zur Naturnagelverstärkung als auch zur Nagelverlängerung verwendet werden.
Zum Anbringen und zur Verarbeitung der Gelnägel sind verschiedene Arbeitsschritte erforderlich. Zuerst wird der Naturnagel mit einer speziellen Feile angerauht. Damit soll eine bessere Haftung des Gels auf dem Nagel erreicht werden. Ist dies geschehen, werden anschließend 1 - 2 Gelschichten mit einem speziell dafür geeigneten Pinsel aufgestrichen. Diese Schichten müssen nun durchgehärtet werden. Handelt es sich um lichthärtendes Gel, werden die Nägel dazu unter eine spezielle UV-Lampe gelegt. Bei nicht lichthärtendem Gel erfolgt hier das Besprühen und Bepinseln mit dem Gel-Aktivator.
Nach der Härtung wird der Nagel mit der Feile in die gewünschte Form gebracht. Meist sind die Gelnägel sehr lang. Sie können nun auf jede gewünschte Länge, bis hin zur ursprünglichen Länge des Naturnagels, gefeilt werden. Ist dies geschehen, wird noch einmal eine neue Schicht des Gels aufgetragen und gehärtet. Anschließend wird der Nagel nicht mehr gefeilt. Gelnägel gibt es in verschiedenen Farben. Wer einige Übung hat, kann sie sich auch selbst anbringen.